Knitta Please!

2010-04-24 11:45

Knitta Please

Sie sind mit Stricknadeln und Wolle bewaffnet, schleichen sich nachts auf die Straßen und hinterlassen ihre Spuren an Verkehrsschildern, Betonpfeilern und Straßenlaternen. Doch ihre Arbeit ist kein Vandalismus, sie machen Kunst. Sie stricken öffentliche Gegenstände ein und hinterlassen eine mysteriöse Botschaft: Knitta Please.

 

Magda Sayeg aus Texas ist die Gründerin von Knitta Please. 2005 begann sie Objekte wie Hydranten, Geländer und Türgriffe „einzustricken“. Nachts zog sie mit einer kleinen Gruppe los und ließ ihre Stricknadeln klappern.

Eingestrickter BetonpfeilerGraffiti ist mittlerweile Normalität in den Städten. Viele gehen an ihnen vorbei, ohne ihnen Beachtung zu schenken. Aber eine Parkuhr, die einen Überzug aus Wolle hat, weckt Aufmerksamkeit. Passanten bleiben stehen, schauen sich das Gestrickte genauer an, streichen mit ihren Händen darüber. Genau das will Magda Sayeg. Durch die Strickkunst reißt sie Gegenstände aus dem normalen Alltagsbild hinaus, macht sie zu etwas Besonderem.

 

Seit fünf Jahren stricken sich Anhänger von Knitta Please durch verschiedenste Städte. Wer glaubt, dass die Gruppe aus einer Horde strickwütiger Hausfrauen besteht, liegt falsch. Ein Gründungsmitglied der Strick-Streetart war sogar ein Mann. 

 

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